Beiträge vom Februar, 2007

KK Erlebnisbericht L. A. Dan Inosanto

Dienstag, 20. Februar 2007 0:02


Mein Treffen und meine Demo bei Dan Inosanto in seiner Academy in L.A.

Manfred Steiner hatte Dan Inosanto vor und nach meinem Demo-Lehrgang in Hannover im Kenpokan eine Mail über mich geschrieben. Zum anderen hatte ich Dan auch noch eine Mail mit meine Video-Links geschickt.

Gleich am ersten Tag in L. A. fuhren wir zu der Schule von ihm. Sie war gar nicht so leicht für uns zu finden.
Außerdem waren wir sehr spät dran. Es war schon 20.00 Uhr. Alles war sehr viel später geworden, da sie unseren Kindersitz und unsere Sportkarre in London vergessen hatten. Das hat uns drei Stunden auf dem Flugplatz gekostet. Wir waren um 13.00 Uhr Ortszeit gelandet und hatten erst gegen 18.00 Uhr unseren Mietwagen.
(Kleiner Tip am Rande. Man kann ruhig einen kleineren Mietwagen Buchen. Vor Ort kann man für ein paar Dollar am Tag upgrade,einen viel größeren bekommen. Wir haben so 650 Euro gespart.)
Dann, wie gesagt brauchten wir bis 20.00 Uhr um seine Schule zu finden.
Dort angekommen sahen wir ihn durchs Fenster unterrichten. Es war das erste mal, das ich ihn sah. Er sah mich und schaute zu mir herüber. Darauf hin ging ich hinein. Ich meldete mich bei seiner Sekretärin an. Ich sagte ihr wer ich bin und das ein Freund, Manfred Steiner mich schickt und das ich einen Brief für Guru Inosanto über mich habe und das ich gerne mit ihm sprechen möchte.

Sie sagte mir, das ich Guru Dan heute nicht treffen könnte, da er am unterrichten ist. Ich sollte meine Tel. Nr. hinterlassen. Seine Frau würde sich dann wegen eines Termins bei mir melden.

Drei Wochen später bekam ich von ihr einen freundliche Absage per Mail. Da waren wir schon längst in Portland angelangt.

Ich rief sofort meinen Freund Manfred Steiner an und erzählte ihm davon. “Ich werde ihn noch mal mailen”. Sagte er mir.

Das konnte ich mir naturgemäß nicht gefallen lassen. Ich nahm mir fest vor, so bald ich wieder in L. A. bin, fahre ich hin und spreche ihn einfach an!!!!

Als wir dann wieder an seiner Schule ankamen, das war an unserem viertletzten Tag, war seine Sekretärin plötzlich ganz freundlich und sagte uns, das Guru Dan schon nach Hause gegangen sei. Wenn wir wollten, könnten wir aber am nächsten Tag zum “Zuschauen” um 17.00 Uhr da sein. Er macht dann von 17.00 Uhr bis 22.00 Uhr durchgehend Unterricht.

So fuhren wir am nächsten Tag zu 17.00 Uhr wieder hin. Ich nahm all meine Sachen mit, die ich für eine Demo brauchte.

Wir setzen uns in eine Zuschauerecke und sahen Dan Inosanto in voller Unterrichtsaktion. Er machte sogar das volle Aufwärmeprogramm mit und das mit seinen 69 Jahren. Dann haben wir zwei Stunden zugesehen, bei seinem Thai Box und seinem Messer Unterricht.
Ich habe noch nie einen so professionellen Unterricht gesehen. Er hat mich ziemlich beeindruckt. Auch was seine Fähigkeiten angeht, ist er enorm. Ich würde es in meiner Sprache als “mechanischen Techniker Profi” nennen.
Was zwischendurch sehr witzig war, ist, das meine kleinste, sie wird im Sep. 2 Jahre alt, immer wieder auf die Matten ging und die Aufwärmeübungen nach machte.

Sie schaffte es doch tatsächlich, die angespannte respektvolle Trainingssituation für die, die sich gerade aufwärmten und für die Zuschauer, aufzulockern.
Sie jauchzte und lachte laut herum. Dan Inosanto störte es nicht. Einmal lief sie sogar zu den Sandsäcken zwischen den trainieren Leuten hindurch und schlug und trat drauf. Dan I. ging zu ihr hin und schütze sie, bis ich sie weg holte. Da kam kein unfreundlicher Blick von ihm. Das fand ich gut. Scheinbar mag er Kinder.

Dann machte er eine kleine Pause, die ich sofort nutzte und zu ihm ging. Ich sprach ihn an und sagte das ich einen Brief von seinem freund Manfred Steiner hätte und aus Deutschland komme.

Er wußte sofort bescheid. Also hatte er doch die Mails gelesen, und es kam mir so vor, als wenn er sich freute, das ich trotz der Absage seine Frau gekommen bin.

Ich erzählte ihm, das ich mich freuen würde, wenn ich hier etwas vorführen dürfte.
Er fragte mich, ob auch seine Schüler, die Instruktoren, die gerade eine Weiterbildung machten, dabei sein dürften! Jeder der will, gab ich sofort zurück.

“Dann stelle ich dich gleich mal vor und erkläre ihnen, wer du bist”, sagte er zu mir.

Was er dann auch Tat. Er sagte ihnen, das man mir eine Chance geben sollte, denn jeder ist mal klein angefangen und hat sich über jede Unterstützung sehr gefreut. Und das er sich freuen würde, wenn er in seinem Unterricht, mir meine Demo machen lassen dürfte.
Alle waren damit einverstanden.

Das fand ich schon toll, das der Lehrer die Schüler fragt, ob sie dazu bereit wären von ihrer Unterrichtszeit mir etwas zu schenken! Und sie wurden von mir dafür belohnt!

Es war nun 20.00 Uhr und um 21.00 Uhr bin ich dran!

So ging ich und zog mich langsam um. Plötzlich nahmen mich die anderen war und sahen mich interessiert nach.

Ich hatte meinen neuen Tai Chi Anzug an und ging auf die Matten. Machte meine Form, meine Steh- und Sitzmeditation. Dan unterrichtete gerade Escrima. Die waren alle ganz schön gut drauf. Die Stöcke wirbelten nur so herum. Dan erzählte immer sehr viel beim Unterricht. Er versuchte ihnen nahezubringen, das Martial Arts eine Lebenseinstellung ist, wenn man es tatsächlich ernst meint. Ja, das es sogar ein leben voll erfüllen kann. Er sprach mir aus der Seele. Er sprach auch davon, das Bewegungen wie ein Tanz aussehen sollten, dann werden sie frei von Brüchen. Wieder sprach er mir aus der Seele.

Dann ging sein Unterricht mit dem langen Stock weiter. Das interessierte mich besonders. Ich nahm mir auch einen langen Stock und machte meine Sachen. Immer wieder sahen einige zu mir herüber, was ich denn da für komische Bewegungen machte.

Dann war es 21.00 Uhr. Er stellte mich noch mal vor und fragte nochmals nach meinen Namen.

“Torsten” sagte ich. “Torsten”, sagte Dan, “wird uns nun etwas von seinem Stil zeigen.”

Jemand aus der Runde fragte mich, wie Torsten buchstabiert wird, was ich dann tat.
“Torsten is a German name! Why? Im a German guy!” Sagte ich in die Runde. Ein Lachen ging herum.

Puh, das hatte mich einwenig aufgelockert.

Dann erzählte und machte ich ihnen vor, was ich alles “nicht” mache. Also, nicht mit Schwung schlagen, nicht mit Schwung treten. Keine Sachen aus der Hüfte. Mich nicht vom Boden abdrücken…also alles das was sie die ganze Zeit zuvor mit vollster Begeisterung und Enthusiasmus gemacht hatten, mache ich nicht. Verdeutlichte ich ihnen!

Da guckten sie mich verständlicher Weise merkwürdig an. Dann machte ich meine freien Bewegungen und deutete Schläge und Tritte an.
Alles war still und voller Erwartung. Es sprang noch nichts über. Wie auch?!

So, dachte ich mir. Die brauchen jetzt was handfestes.
Ich sagte in die Runde, das ich nun Hilfe brauchte, da ich gerne Bauchschläge demonstrieren möchte.
Ich fragte, ob hier, wer besonders gute und kräftige Bauchmuskeln hätte.

Es meldete sich ein Afroamerikaner mit einem strahlendem Lächeln im Gesicht. Er war voll durchtrainiert, Muskelbepackt und ca. 1,90 m groß. Sein Gewicht schätze ich zwischen 90 und 100 Kilo.
Da hatte ich das perfekte Opfer! dachte ich mir.

Ich fragte ihm, ob ich ihm in seinen Bauch schlagen dürfte. Ja, nur zu, gab er mir zu verstehen. “Full Power? As a Boxer?” fragte ich ihm.
“Yes, yes!!” sagte er mit einem breitem Grinsen und nickte dazu.

So schlug ich dann mit voller Kraft auf seinen Bauch. Ich prallte, wie erwartet voll ab. Er zuckte nichtmal und grinste. Das tat ich dann noch zwei mal. Es bereitete ihm kein Problem diese Schläge mit seinen Sixpack zu fangen.

Nun schlage ich mit meiner Technik zu, kündigte ich ihm an.
“Sure, sure, come on” , gab er mit einem noch breiterem Grinsen zurück.

Dann schlug ich zu, und meine Faust prallte diesmal nicht ab und drang sehr tief in seinen Bauch ein.

Mit einem lautem Aufschrei krümmte er sich zusammen und kniete sich zu Boden

Ein Aufschrei ging durch die Runde. Das hatte keiner erwartet. Ich schaute zu Dan. Er machte große Augen, strahlte aber übers ganze Gesicht.

Mein Gegenüber verarbeite immer noch meinen Schlag. Ich half ihm hoch und fragte, ob er OK sei.
Nach einigen malen tiefen Luftschnappen, sagte er , “yes, it´s ok”
Ich fragte ihm, ob er es noch mal spüren möchte. Die meisten glauben nämlich es wäre nur ein Überraschungseffekt.
“Yes” sagte er. Mit dem Blick in seinem Gesicht “jetzt mache ich richtig zu”.

Doch es passierte genau das Selbe. Zwei mal schlug ich ihn mit der gleichen Wirkung in den Bauch, bis er genug hatte.

Er sagte mir, das noch nie jemand ihm solche Schmerzen im Bauch bereite hätte. Ich hätte einen sehr gefährlichen Schlag!

Das kommt davon, das deine Bauchmuskeln bei meinem Schlag weich werden! erklärte ich!
Hätte ich es nicht zuvor demonstriert, würden sie mir kein Wort glauben.

Ich fragte, ob noch jemand meinen Schlag spüren möchte.
Wie ein Blitz sprang jemand auf. Er war nicht so groß und kräftig, doch meine normalen Schläge konnte er auch gut verarbeiten.
Aber als ich dann mit meiner Technik zu schlug, schrie er auf als würde er aufgespießt und krümmte sich auf dem Boden. Das war wohl doch zu doll, dachte ich. Aber er gab mir zu verstehen, das es schon OK sei.

Nach dieser Schlagdemo was das Eis gebrochen und sie klebten an meinen Lippen. Ich versuchte ihnen meine Schlagtechnik zu nahe zu bringen. Interessiert hörten sie zu.

Dann nahm ich den langen Stock und zeigte ihnen auch hier zuerst, wie ich es nicht mache. Das ich nicht Schwinge und nicht aus den Gelenken arbeite. Also nicht, sowie sie es machten.

Dann zeigte ich ihnen wie ich mit dem Stock umgehe.

Dann fragte ich wieder nach Hilfe. Sofort meldete sich wieder der große Farbige. Ich bat ihm sich mir gegenüber zu stellen und erklärte ihm, das er sofort reagieren sollte, wenn er spürt, das ich mit dem Stock schlage.
Da ich zuerst mit Schwung schlug, reagierte und zuckte er schon in meinem Schlagansatz.
Dann schlug ich plötzlich mit meiner Technik kurz über seinen Kopf. Er hatte nichtmal mit den Augen gezwinkert. Er hatte keinerlei Reaktion oder Reflex. Nichts! Ein Staunen ging durch die Runde.

Um es noch mal deutlich zu machen, Schlug ich wieder mit Schwung. Er reagierte sofort. Seine Reflexe sind absolut in Ordnung, bestätigte ich ihm und den anderen. Auch Dan kam aus dem Staunen nicht mehr heraus!

Dann demonstrierte ich wieder meine Schlagtechnik. Immer und immer wieder stand er nur da als wäre nichts passiert. Dabei hatte ich dreimal kurz über seine Kopf hinweg geschlagen. Er konnte es nicht fassen.

Zur Auflockerung spielte ich einwenig mit dem Stock und erklärte dabei meine Prinzipien.

Man kann also mit dem Stock schlagen, ohne das irgendeine Abwehrreaktion entsteht. Ist das nicht interessant? gab ich in die Runde. Heftige Bestätigung kam mir entgegen.

Dann sagte ich, nun stellt euch mal vor, ich kann auch mit den Händen und Füßen so schlagen, das es keine Reaktion gibt. Das man es einfach nicht registriert.

Dazu machte ich meine tanzenden Kampfbewegungen und sagte zu Dan Inosanto gerichtet. Im Kampf sollte man sich bewegen wie im Tanz. Was er mir mit einem Nicken beantwortete.

Wiedermal stand mein farbiger Partner auf, nun wohl um so mehr zu testen, ob es stimmt was ich sagte.

Wir stellten und gegenüber und legten die Hände gegeneinander. Aus dieser Position versuchte ich ihm mit normalen Schlägen ins Gesicht zu schlagen. Er wehrte all meine Schläge mühelos ab. Er fühlte sich dabei sichtlich wohl. Aber ich glaube er ahnte schon was. Als ich dann mich plötzlich auf meine Weise bewegte, traf ich ihn mühelos ins Gesicht. Seine Hände und Arme bewegten sich fast nicht. Er stand da wie ein Anfänger. Er und die anderen kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Ich zeigte ihnen eine völlig fremde Kampfkunst Welt.
Mit langsamen Bewegungen erklärte ich meine Schläge und Bewegungen. Auch bei diesen reagierte er in keiner Weise mit einer Abwehr. Er versuchte lediglich seinen Kopf wegzudrehen.

Dann ging ich zu den Tritten über. Wir stellten uns wieder gegenüber und ich versuchte ihn mit einem Karatetritt in den Bauch zu treten. Er wehrte mühelos ab. Dann trat ich auf meine Weise, und was passierte, er öffnete sogar seine Deckung und ich traf ihn in den Bauch. Dann wieder die Gegenprobe. Normale Kicks. Er wehrte alles problemlos ab. Gegen meine Tritte hatte er keine Chance. Jeder Tritt saß da, wo ich ihn hinhaben wollte.

Mitlererweile waren alle sehr still geworden. Hier passierte etwas, was sie nie erwartet hatten. Da kommt ein kleiner Deutscher daher und macht hier Sachen die sie nie für möglich gehalten hatten.
Doch ich war noch nicht fertig. nun wurde ich wirklich mutig. Ich hatte meine neuen Bruce Lee Handschuhe mitgenommen, mit denen ich einige Male gesparrt hatte.
Holte sie aus meiner Tasche und sagte, das ich dieses alles auch auf Boxhandschuhe übertrage könnte.
Fragte dann, ob hier jemand Lust hätte einen kleinen Sparringsfight mit mir zu machen.

Wie ein geölter Blitz stand mein farbiger Partner auf. Ein anderer holte auch wie ein Blitz seine Boxhandschuhe. Es schien so, als wenn sie sich auf etwas freuen würden. Freuen darauf, das nun ich eine Lektion erhalten werde.

Da ich dies sehr genau spürte, fing ich nun an Witze zu machen. Ich fragte, ob hier nicht doch jemand kleineres wäre der mit mir kämpft. Er ist mir doch einwenig zu groß.
Ein Lachen und eine Bewegung ging durch die Runde, die zu sagen schien, “das hättest du aber nicht machen sollen”! Doch ich war mir meiner Sache sicher.

Wir stellten uns boxerrisch gegenüber und dann ging es los. Ich boxte erst auf seine Weise. Er war vorsichtig geworden. Doch dann sah man, das er mich mit dieser Technik locker erreichte. Dann schlug ich in meine Bewegung um. Überbrückte ohne Gegenwehr oder Fluchtreflex die Distanz und traf ihm, ohne das er irgendwie reagierte voll am Kopf. Er war kurz weg.

Damit hatte keiner gerechnet. Das hat allen den Rest gegeben. Wir machten noch ein paar Kampfansätze und immer wieder traf ich ihn ohne Probleme.

Ich machte dann beim langsamen Schlag deutlich, das mein Schlag erst am Kopf beginnt, und man ihn deshalb nicht sehen oder registrieren kann. Und das mein Schlagraum bis hinter ihm geht. Bei dieser Demo fiel er nach hinten um auf den Boden.

Er sagte zu mir, das er keine Chance gegen mich hat. Das ich es auch mit jedem von seinen Größe aufnehmen könnte.

“Glaubst du das wirklich, fragte ich ihn. Ja, sagte er. Gegen diese Technik ist das was ich mache Chancenlos.”

Das alles war in 20 Minuten passiert.

Dan Inosanto kam zu mir und bedankte sich für diese sehr interessante Vorführung. Alle standen auf und verneigteten sich vor mir.

In diesem Moment ist mir, soviel Respekt entgegengströmt wie nie zuvor!

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KK Erlebnisbericht Berkley Fong Ha

Montag, 19. Februar 2007 22:31

Mein Treffen mit einem echten Meister: Fong Ha

Michael A. Wieck hat den Kontakt zu Fong Ha hergestellt.
Fong Ha lebt in Berkeley. In der Nähe befindet sich ein kleiner Park, in dem er jeden Samstag ein Workout hält.

Als ich hingefahren bin war niemand im Park zu sehen.
Mist dachte ich, ich hab ihn doch wohl nicht verpasst!
Dann bin ich losgezogen und hab rumgefragt ob jemand Fong Ha kennt und weiß wo er ist. Ich wollte ihn unbedingt finden. Wenn Michael sagt das er interessant für mich ist, wird es auch so sein. Dann sind wir nochmal um den Park rumgefahren, und plötzlich sehe ich ihn auf einem angrenzenden Schulhof. Sofort halte ich an und gehe zu ihm.
Er machte mit drei Leuten etwas. Sie bewegten sich kaum, obwohl sie Partnertrainig machten.

Ich schaute ihnen zu. Als Fong Ha dann zu mir sah, sprach ich ihn an. Ich sagte das Michael mich schickt. Sofort war der Bann gebrochen.
Ich erzählte ihm von mir und was ich mache.
Er sagte mir, das es egal ist wo man die Tai Chi Prinzipien her hat. Die Prinzipien sind immer die Gleichen.
Wenn es denn die ursprünglichen sind.

Leider ließ er mich nicht weiter ausführen. Er ist wohl aufgrund seines Könnens (welches ich absolut bestätige) so davon überzeugt, das jeder der zu ihm kommt was von ihm lernen will. Was auch berechtigt ist.
Doch ich wollte doch auch was von mir zeigen…Doch dann hörte ich ihm lieber zu. Er erklärte mir was er macht und worauf er Wert legt. Eines der wichtigsten Prinzipien für ihn ist - erfreulicher Weise ist es das bei mir auch! - “never lean on”! Das ist ein Prinzip welches auch bei mir ein wirklicher Schlüssel ist. Sagte ich ihm.
Gut sagte er, dann kennst du ja die Prinzipien!

Dann sollte ich versuchen ihn mit Kraft wegzuschieben.
Ich konnt ihn keinen Millimetern bewegen. Ganz Ehrlich, er stand wie eine Mauer. Als wenn seine Beine aus Stahl sind und mit der Erde verbunden sind. Das hatte ich bis jetzt nur bei HB kennengelernt. Ich machte dann ein paar Übungen mit einem seiner Schüler.

Dann plötzlich nahm er mich mit in sein Haus. Er wollte mit einige Artikel über ihn schenken, und ich sollte ihn eine in deutsch geschriebene Postkarte übersetzen.

Fong Ha sagte mir, daß das Stehen eine sehr wichtige Technik sei, die ich unbedingt machen sollte. Er zeigte mir was und wie ich es mach sollte. Es hat nichts mit Aushalten zu tun, das kann ich schon mal sagen.

Dann gingen wir wieder zurück und wir unterhielten uns über Michael A. Wieck. Sie sagten er sein ein echter fighter, der es immer wissen will.
Wir machten noch ein Foto mit Fong Ha und mir. Dann sagte er mir, das er im Januar 06 in Berlin ein Seminar gibt. Also, für alle die an Yiquan interessiert sind. Geht zu Fong Ha wenn er in Berlin ist. Er ist ein echter Yiquan Meister.

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KK Erlebnisbericht Portland Shawn/Lincoln

Montag, 19. Februar 2007 22:09

Mein Treffen mit Shawn Segler und Lincoln aus dem emptyflower forum, im Mt Tabor Park:

Der Park liegt südwestlich in Portland OR. Wir hatten uns zu um 8 Morgens auf der Spitze des Berges verabredet.

Nachdem ich die letzten Treppen erstiegen hatte sah ich schon vom weiten zwei Leute, die sich warm machten.
Der Empfang war sehr freundlich und sie waren voller Erwartung. Das konnte man nicht übersehen.

Shawn ist etwa ein kopf Größer als ich und etwas Korpulent und Lincoln hat etwa meine Größe.

Nachdem ich ihnen einiges Grundlegende von meinem Stil erzählt habe, erklärten sie mir, das sie eigentlich an der gleichen Sache arbeiten wie ich. Doch als sie mir dann meine Form machen sahen, waren sie doch sehr verblüfft. Um den Unterschied noch deutlicher zu machen, zeigte mir Shawn ihr Formarbeit.

Schnell wurde ihnen klar, daß das was sie von mir sahen nun doch anders ist, als sie zuerst dachten. Es geht noch viel weiter und ist noch viel freier als sie sich erhofften. Das sahen sie schnell und gaben es nicht nur unumwunden, sonder sogar begeistert zu.

Sie wurden richtig kribbelig, weil sie vielleicht mehr gefunden haben als sie suchten.

Dann zeigte ich wieder meine Stocktechniken und meine Bauch Schläge. Mit diesen Demos, wo ich die Reaktion völlig außer gefecht setze, überzeuge ich eigentlich jeden immer sehr schnell, daß das was ich mache ihnen sehr fremd ist. Um es mal vorsíchtig zu sagen.

Dann machte ich ein wenig TuiShou mit Lincoln. Er war von der Leichtigkeit begeistert. Als ich dann dazu überging dies mit leichten Schlägen zum Kopf zu verbinden, wollte er es plötzlich wissen. Aus der kleinen Demo wurde dann ein kleiner fight. Er wurde immer wilder, da ich ich ohne Probleme treffen konnte. Ich stopte immer wieder nach einigen Treffern, die er dann nutzte um mich zu treffen. Nagut dachte ich, er will keine Demo, er will sehen ob es wirklich funktioniert. Dann habe ich nicht mehr gestopt und ihm etwas stärker und kompromissloser eine Lektion erteilt.
Es gefiel im doch tatsächlich. Shawn bekam schon Angst das es noch ernst werden würde. Aber dazu kam es nun doch nicht.
Lincoln ist eben sehr ans Kämpfen interessiert und damit war er bei mir genau richtig.

Sie waren beide begeistert davon, das ich es doch tatsächlich schaffe meine Aggresionen, meine Abwehr und meinen Schutzreflex völlig auszuschalten, und sahen darin den Grund meiner freien Bewegung.
Das interessierte sie wirklich. Sie zeigten mir wie es aussieht, wenn sie sich gegenüber stehen und Schlagen und abwehren.
Alles sehr abgehackt, mit viel Druck und voller Reflexe.

Nun zeigte ich ihnen einige grundlegende Techniken und Übungen hierzu. Ich glaube das sie etwas verstanden haben, denn ihre Augern fingen an zu leuchten.

Das alles hatte etwa 1 1/2 Stunden gedauert. Lincoln verabschiedete und bedankte sich für alles bei mir. Er mußte zur Arbeit.

Mit Shawn machte ich noch ca. eine Stunde weiter. Dabei zeigte ich ihm sehr deutlich meine Fußarbeit und versuchte ihm die ganze Zeit verständlich zu machen, was ich unter “innere Bewegung” verstehe. Das läßt sich am besten verstehen wenn man es fühlt und spürt.

Er wurde immer freier und beweglicher und fand sehr großen gefallen an meiner Sache. Als ich ihm dann auch noch zeige, daß man auch eine innere Bewegung machen und übertragen kann, auch wenn man sich nur gegenüber steht, wurde er nochmals überrascht.

Da er meine Stockarbeit schätzte, zeigte ich ihm wie er selber daran arbeiten kann, um zu lernen sich freier zu bewegen.

Er sagte mir, das er das was er heute gesehen und gespürt hat, alles übertrifft war er und Lincoln erwartet hatten. Er hätte noch einige Leute die sehr daran interessiert seien mich kennen zu lernen und bedauerte, das ich schon wieder weg fahre.
Ich sollte aber aufjeden Fall bescheid sagen, wenn ich wieder im Lande bin. Er und Lincoln möchten unbedingt wieder mit mir etwas machen.

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KK Erlebnisbericht in San Francisco B. Langan

Montag, 19. Februar 2007 22:07

Das Treffen mit Bernard Langan in Albany SF:

Es ist Freitag Abend 21:00 Uhr. Eigentlich wollten wir schon um 19:00 Uhr hier sein. Doch der Weg von Lake Tahoe nach Albany ist doch länger als gedacht und dann noch der Wochendverkehr!

Albany ist nicht gerade eine Gegend wo ich Nachts um die Häuser gehen würde. Alles sehr dreckig und schmuddelig hier. Albany grenzt an Richtmond, dort ist es fast so schlimm wie in Oakland. Hohe Kriminalität.
Na gut!
Seine Schule liegt in einem Hinterhof, darum hatte ich auch schwierigkeiten sie zu finden. Bin bestimmt dreimal dran vorbei fahren.

Wir haben ihn gerade noch erwischt. Er schließt schon die Tür ab. Er hat nicht lange Zeit, da er sehr müde ist vom ganzen Tag unterricht.

Dann gehen wir rein. Er stellt mich seine Freundin vor.

Meine Kinder spielten im Saal herum und meine Frau sah uns zu.

Dann gings los.

Ich nahm mir einen langen Stock und zeige ihm wie ich mit dem Stock umgehe.
Ich stehe mit dem Stock vor ihm und Schlage leicht über seinem Kopf. Er hat absolut keine Reaktion!
Wenn ich normal Schlage reagiert er sofort und das schom im Ansatz. Schlage ich dann auf meine Art, wieder keinerlei Reaktion. Er registriert den Stock überhaupt nicht, obwohl er den Stock sehen kann.

–Das Gleiche habe ich übriegens auch bei Dan Inosanto und bei Shawn und Lincoln gemacht, mit dem selben Ergebnis–

Das hat ihn schon sehr beeindruckt. Dann habe ich mit ihm die Hände gekreuzt, auch mit dem selben Ergebnis. Er konnte meine Schläge weder Abwehren oder sehen.
Er stand da wie ein Anfänger.
Es war für ihn wohl so, als wenn er einen Außerirdischen vor sich hat. Er wurde ganz blaß.
Um alles ein bißchen aufzulockern machten wir einwenig TuiShou. Ich konnte ihn sehr leicht bewegen und lockerte seinen verkrampften Körper. Er sagte er hätte eben noch hier und da Schmerzen, die nun plötzlich weg seinen. Jetzt bekam er wieder große Augen und fühlte sich besser. Dann fing ich an ihn leicht zu werfen. Egal wo ich ihn anfasste, er ging immer wieder leicht zu Boden. Er konnte nichts dagegen machen. Dann wurde er immer wilder. Er wollte nicht das ich ihn zu Boden bringe. Aber egal was er machte, gegen meine Leichtigkeit hatten seine Kraft, Ausweichtechniken und Schnelligkeit keine Chance.

Er war absolut durch den Wind. So etwas hatte er noch nie erlebt. Er sagte immer nur “very high level”.

“Soetwas gibt es hier nicht, was du machst. Das ist Phantastisch. Du kannst einem nicht nur Schmerzen geben, sonder auch Schmerzen nehmen. Das ist interessant.”

Natürlich habe ich ihm auch meine Bauchschläge und Tritte spüren lassen. Gegen all das gab es für ihn keine Mittel. Er zählt in den USA zu den “high Level” Leuten. Er macht ua. Sachen mit Dan Inosanto zusammen.

Er meint ich hätte hier eine große Zukunft. Wenn das rum geht was ich mache, rennen sie mir die Tür ein. Das sind seine Worte.

Dann wollte er gerne einiges über HB wissen. Er hatte auch schon viele Geschichten gehört. Nachdem ich ihm einige Sachen erzählt hatte war er froh, das er es nur mit mir zu tun hatte.

Er war wie verwandelt. Es waren nun doch fast zwei Stunden geworden und keiner hatte es bemerkt.

Bernard ist ein Freund von dem Mike A. Wieck aus Las Vegas

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KK Erlebnisbericht Las Vegas M.A. Wieck

Dienstag, 13. Februar 2007 18:00

Das Treffen mit Michael A. Wieck in Las Vegas:

Michael hat uns in seine Wohnung eingeladen. Sie liegt in einer abgeschlossenen Siedlung am Rande von Las Vegas.

Er ist 44 Jahre alt und wieg um die 115 Kg.
Ein sehr freundlicher offener Mensch.
Nachdem er uns etwas zu Trinken und zu Essen angeboten hatte, kamen wir gleich zur Sache.

Er wollte unbedingt spüren wie ich ihn ohne Kraft zu Boden bringen kann. Das tat ich dann auch. Und schon lag er schneller auf dem Boden als er dachte. Da ich ihm keinen Gegendruck gab und ihn nirgends hebelte, mußte er meiner Bewegung nach unten folgen und ging immer wieder zu Boden. Es fing an ihm Spass zu machen, denn er spürte sein Gewicht immer weniger.
Dann machten wir ein bißchen Tui Shou. Meine Art des Tui Shou ist sehr Fußführend und macht den Körper zunehmend lockerer und freier. Das gefiel ihm auch. Endlich weg von den festen Formen, sagte er mir.

Dann ließ ich ihm meine Bauchschläge spüren. Wie alle, war auch er total überrascht. Dann machte ich Schläge zu seinem Kopf, die er nicht sehen und nicht abwehren konnte. Ich gab ihm leichte Impulse in den Kopf, sodaß er fast zu Boden ging.
Ich machte mir schon Sorgen wegen den Bewohnern unter ihm. Es donnerte jedesmal wenn er zu Boden ging.

Dann wollte er wissen wie ich trete. Auch soetwas hatte er noch nicht gesehen oder gespürt.

Er meint, ich sollte in Tai Boxschulen gehen und ihnen meine Tritte und Schläge spüren lassen. Die lassen mich dann nicht wieder los, denn auch meine Ellbogenschläge haben ihn überzeugt.

Er fragte mich natürlich wie ich all das machen kann. Durch meine “Innere Bewegung”, die du auch jetzt spürst, sagte ich ihm.
Wir standen uns einfach nur gegenüber und ich machte meine Bewegung und nahm ihn einfach mit in diese Bewegung. Mehr und mehr lösten sich seine äußerlichen Stützmechanismen auf. Sein Körper reagierte mit nach Halt suchenden Bewegungen darauf.
Dann begann ich seine inneren Stützen aufzulösen und plötzlich wurde er äußerlich und innerlich absolut frei. Es gefiel ihm sichtlich. Dann nahm ich unser beiden Bewegungen und saugte sie in mir auf und bewegte sie nach unten. Unsere beiden Gesichter wurden immer dunkler. Was er mir sofort bestätigte.

Hinterher sagte erzählte er, das er dieses auch schon mit Kumar Frantzis erlebt hat. Er scheint so, das es nicht nur möglich ist, mit dieser inneren Bewegungen körperliche Reflexe und Reaktionen aufzulösen, sondern auch andere Bewegungen und Schwingungen.

Das alles hat ihn wohl sehr beeindruckt.
Danach hat er uns durch Las Vegas geführt.
Wir haben uns nach zweimal getroffen und sehr viel
geredet. War alles sehr interessant, auch für mich. Hat mir einiges über Kumar erzählt uind über seinen persönlichen Lehrnweg. Der Mann hat schon alle Höhen und Tiefen durch. Er hat mir viele Ideen gegeben, was ich mit meiner Sache alles machen könnte. Ich bleibe mit ihm im Kontakt.

Dann ging es erstmal 2 Wochen um den Grand Canyon. Schließlich ist es auch unser zehnter Hochzeitstag.
Dann ging es nach San Francisco zu Bernard Langan www.stillnessinmotion.com

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Referenz eines Harvard Prof.

Montag, 5. Februar 2007 22:48

Torstens “Inneres Boxen” von M. C. Boston 12.05

Torstens Fortschritt als Kampfkünstler und als Lehrer
ermöglicht ihm, einen weltverändernden Beitrag zu leisten,
indem er eine der größten Errungenschaften der Menschheit
vielen Menschen zugänglich macht. Die Inneren Kampfkünste,
die über Jahrhunderte kultiviert wurden, weisen einen Weg zu
einem Ausmaß an Körperkraft und Ausgewogenheit, der
verglichen mit normalen Standards unfaßbar ist. In ihrer
höchsten Qualifikation eröffnen diese Künste einen Einklang
von körperlichem Selbst und dessen Umwelt, der zum höchsten
Niveau menschlicher Fähigkeiten führt. Aber die Bedingungen
in der modernen Welt, die eine möglichst einfache
Verbreitung von Massenprodukten fördern, haben häufig auch
ihre Abwertung und Entstellung zur Folge. Im Falle der
esoterischen Kampftechniken und Mittel der
Persönlichkeitsentwicklung sind diese Gefahren durch das
lange Zurückhalten der Lehre einer Praktik, die Fähigkeiten
verleiht, die mißbraucht werden könnten, noch größer. Die
Verbreitung der Formen und Techniken aus China, dem Zentrum
für viele Innere Kampfstile, wurde durch die
Kulturrevolution unterbrochen, als ihre öffentliche Ausübung
mit schweren Repressalien verbunden war. Obgleich
faszinierende Fragmente übriggeblieben sind, ist die
körperliche Umsetzung und spirituelle Aneignung der
Kampfkünste schwer zu erreichen. Torsten ist einer der
Menschen, der eine historische Rolle darin spielen könnte,
diese Praktiken am Leben zu erhalten, sie an die derzeitigen
Verhältnisse anzupassen und ihnen zur Entfaltung zu
verhelfen.

Jemand, der ein großer Kampfkünstler oder ein besserer
Mensch werden möchte, indem er einige authentische
Fertigkeiten entwickelt, die auf dem Verständnis der inneren
Kraft und Bewegung basieren, ist in dieser Welt mit
unglaublichen Schwierigkeiten konfrontiert. Effektive und
einflußreiche Vertreter sind selten. Die wenigen mit echtem
und ausgewogenem Wissen sind oft unentschlossen, ihren
Schlüssel zum Erfolg weiterzugeben und neigen dazu,
aufwendige und demütigende Ehrerbietungen ihren eigenen
Fähigkeiten gegenüber einzufordern, ehe sie etwas von ihrem
internen Verständnis weitergeben würden. Und die Beziehung
zwischen Kampfkunstkenntnissen und der guten Absicht, die
ihrer Ausübung und Umsetzung in der Welt und in der
persönlichen Entwicklung vorausgehen sollte, ist oft
empfindlich. Durch seine natürliche Freundlichkeit und seine
Fähigkeiten als Lehrer treffen auf Torsten all diese
Voraussetzungen automatisch zu. Er ist ein bewährter und
großzügiger Lehrer, der esoterische Macht und
Kampffertigkeiten in den Dienst der einfachen menschlichen
Güte und Verspieltheit stellt, die er verkörpert. Er ist
eindeutig ein ausgezeichneter Kämpfer mit der angenehmen
Eigenschaft, auf andere zugehen zu können, die sowohl sein
Kämpfen als auch sein Lehren beeinflußt. Die gleiche
Fähigkeit, durch die er die Schwäche seines Angreifers
erkennt, ermöglicht ihm auch, auf die Bedürfnisse seiner
Schüler einzugehen, ihre potentiellen Stärken zu entwickeln
und sich ihren individuellen Qualitäten ganz zuzuwenden. Zu
einem Ausmaß, das unter Kampfkunstpraktizierenden unüblich
ist, kommt der starke Einfluß auf die Reaktion seines
Kampfgegners als Nebenprodukt seiner Verbundenheit zum
anderen. Kämpferische Kunstfertigkeit ist nur ein Beispiel
von der Zuverlässigkeit und Rechtschaffenheit in Bezug auf
die Welt, die zu seinem eigentlichen Anliegen gehören.

Torsten hatte das große Glück, viele Jahre von einem
bemerkenswerten und einflußreichen Kampfkünstler namens
Helmut Barthel zu lernen, von dem er mit großem Respekt
spricht. So wie ich es verstehe, entfernte sich seine
Aufmerksamkeit vom traditionellen Verständnis durch seinen
Lehrer, der ihm gleichzeitig signifikante Innovationen und
Erfahrungen, die teilweise aus tiefgehenden schamanistischen
Studien stammen, vermittelte. Was an den Inneren Stilen am
meisten lebendig und entscheidend ist, geht zugrunde, wenn
es nicht ständig erneuert wird. Torsten ehrt das Beispiel
seines Lehrers, indem er sich das zueigen macht, was ihm
gelehrt worden ist, und verleiht ihm durch seine
einzigartige Persönlichkeit neues, frisches Leben. Ein
Aspekt von dem, was Torsten den schamanistischen Weg der
Kampfkünste nennt, ist die Fähigkeit, den anderen zu spüren.
Allein mit der Absicht zur kämpferischen Auseinandersetzung
kann er das Verhältnis des anderen zur Schwerkraft erfühlen
und ausnutzen.

Die Philosophie entbehrt einer angemessenen Sprache für die
Erfahrungen von Verbundenheit, Anteilnahme und intuitivem
Wissen. Ich habe den Begriff “perceptual feeling”
(wahrnehmendes Gefühl) für den Modus geprägt, in dem das
Fühlen wie eine Erkenntnis funktioniert. Ebenso wie das
visuelle Bild das Abbild eines Objektes ist, so ist das
“perceptual feeling” die haptische Manifestation des
Objektes. Typischerweise wird das Verhältnis zwischen
Erkenntnis und Gefühl definiert, indem man sagt, daß Gefühle
die Antwort auf Wahrnehmungen sind. So stimuliert zum
Beispiel die Erkenntnis einer drohenden Auseinandersetzung
ein Gefühl der Furcht. Ich behaupte, daß wiederum Gefühle
anderer Art wie das Gefühl der Anteilnahme mit diesen
reflektierten Gefühlen verflochten sind. Sie können isoliert
geklärt und weiterentwickelt werden. Mit diesen
Errungenschaften kann man den anderen deutlich fühlen,
zusätzlich zu den Gefühlen, die man sowieso für oder über
den anderen hat. Selten ist jemand in seiner Art der
Verbundenheit und Erkenntnis so beeindruckend wie Torsten,
und noch seltener ist das für jemanden, der seine
Einflußmöglichkeiten so respektvoll und sanft anwendet.
Dieser Respekt schützt den anderen vor der manipulierenden
Einflußnahme, die sonst stattfinden könnte. Mit Torsten
zusammen zu sein, ruft ein Gefühl einhüllender Wärme,
Köstlichkeit und Demut hervor. Er ist von der reinen Absicht
zu helfen und zu lehren durchdrungen. Er verkörpert die
fundamentale menschliche Gleichheit, nicht die
unterdrückende Hierarchie der Macht, die gemeinhin in der
Welt herrscht, besonders aber in der Welt der Kampfkünste.

Damit die Inneren Kampfkünste gedeihen können, müssen
traditionelle Strukturen neue Funktionen erhalten und neue
Strukturen entstehen. Für jene, die bisher eine machbare
Serie traditioneller Formen gelernt haben, wird das
gemeinsame Studium mit Torsten diese beleben und Fluß und
Weisheit hervorbringen, die in den Bewegungen als eine
Botschaft aus der Vergangenheit verankert sind, die aber
ohne seine Hilfe nicht zu entziffern sein mögen. Er
vermittelt außerdem eine neue Form, die ihm von seinem
Lehrer vermacht wurde, und er ist während seines Unterrichts
von meisterhafter Improvisationsfähigkeit. Torsten ist ein
großer Bewegungskünstler. Es ist eine Freude, seine
effektiven, zielgerichteten und eleganten Bewegungen
anzusehen. Er ist unglaublich verständnisvoll und
erfinderisch, wenn es darum geht, Wege zu finden, solche
Bewegungen auch in seinen Schülern zu erwecken.

Kampfkünste in ihrer ursprünglichsten Intention und dem
Versprechen, standen immer im Dienst, einen bodenständigen
Menschen heranzubilden. Ein großer Kämpfer zu sein, kann
einer körperlichen Metapher für menschliche Güte
gleichkommen, doch nur dann, wenn eine aufrichtige Absicht
die Fähigkeit, den Gegner in der physischen
Auseinandersetzung zu besiegen, mit der Fähigkeit die
Kleinherzigkeit in sich selbst zu besiegen, verbunden ist,
so wie es bei Torsten der Fall ist. Dann wird die nuancierte
Reaktion auf einen Gegner zu einer Generalprobe für die
Anwendung auf jede einmalige Lebenssituation, die die
Grundlage für eine anpassungsfähige Ethik ist.

Thema: Artikel | Comments Off | Autor: TK

Leigongneiquan - Internal Boxing

Freitag, 2. Februar 2007 11:29

Leigongneiquan - Inneres Boxen founded by Torsten Kanzmeier

from Jan P. F. Hintelmann
  
Torsten Kanzmeiers Leigong Neiquan is not a IMA hybrid but a unique and independent internal Style (Neijia) in the tradition of Tan Tien Tschuan (founded in the 70ies by Helmut Barthel)

This system is not only suitable for students of soft or internal fighting arts but almost for everybody who is interested in martial arts. Leigong Neiquan imparts very specific knowledge and ideas that are originally  propagandized in many martial arts systems, but realised only theoretically.

I try to point out this fact by some examples:

In David Petersons book “Look beyond the pointing finger - The combat  philosophy of Wong Shun Leung” (Melbourne 2001) you can read:

“In summary, the concept of “using no form to win any form” is the core  theory of the “science of Ving Tsun Gung-fu”, while “Double-sticking  hands” is the basis and key to this dialectical theory” (S. 89).
In his Book “CHEN - Lebendiges TaiJiQuan im klassischen Stil” (München 2003) well known Tai Ji Master Jan Silberstorff mentions:

pressure produces counterpressure. Do I act without pressure Iam without “intention”, so my opponent has nothing to react to“.

The double sticking hands (also known as Chi Sao) of the modern Ving Tsun as well as the Push Hand concept (Tui Shou) of the modern TaiJi both work with “focussing pressure” (=Intention!) In Ving Tsun this concept is the key for understanding the free concept “Using no form to win any form”. In TaiJi the Push Hands Or “Tui Shou” concept also archieves a free (intention-less) movement. [...]

Thema: Artikel englisch | Comments Off | Autor: Torsten

Seminarbericht Thomas ehem. Thai Boxer

Freitag, 2. Februar 2007 11:20

Hallo Torsten !

Ich möchte dir kurz schreiben wie ich dein System erlebe, da es für mich eine vollkommen neue Dimension darstellt.

Ich denke dass es ein wichtiger neuer Betrag zum Kampfsport ist.

Ein bisschen zu meinem Hintergrund. Betreibe nun seit 25 Jahren Kampfsport, davon acht Jahre wettkampfmäßig Thaiboxen, in denen ich mit mehren deutschen und europäischen Meistern gekämpft habe. Meinen größten Erfolg war der deutsche Vizemeistertitel im koreanischen Vollkontaktboxen. Aufgrund einer Verletzung trainierte ich auch zwei Jahre klassisches Boxen. In den letzten Jahren lag mein Schwerpunkt hauptsächlich in den israelischen militärischen Selbstverteidigungskünsten. Mein Beweggrund war immer möglichst realistisch zu trainieren. [...]

Thema: Allgemein | Comments Off | Autor: Torsten

Seminar Notes

Freitag, 2. Februar 2007 11:16

by gasmaster from emptyFlower Forum
     
Well, I guess it’s my turn to join the torsten admiration society… there’s not much more to say though. The main thing that I took away from meeting him was his enthusiasm for sharing. In todays world it’s refreshing to find someone who is more interested in being a nice person, and a friend, instead of using teaching as a way to stroke his ego.  I really liked what he was doing for the simple fact that it is principles that can be used to improve any martial art. I particularly liked the shamanic elements of his style for the simple fact that they are not some esoteric set of strict rules. Instead, they are a playful set of thoughts that can be used in day to day experience. If anyone is interested in attending one of his seminars I would highly recommend it. 

Thema: Artikel englisch | Comments Off | Autor: Torsten

Meeting with JessOBrien

Freitag, 2. Februar 2007 11:14

by JessOBrien

Author of

Nei Jia Quan: Internal Martial Arts Teachers of Tai Ji Quan, Xing Yi Quan, and Ba Gua Zhang

from emptyFlower Forum

Hi I just wanted to chime in.  Torsten invited me to check out what he does yesterday when he was passing through town.  So I took him up on it.
 
Fun stuff.  As everyone says he’s an exceedingly nice guy who is eager to share his art.  I can see why he makes friends easily because he is a gentle person.
 
As far as his art, I got to spend an hour with him, so I don’t have a really comprehensive view of what he does.  What stuck with me are two big principles that he is into.
 
1.  Let gravity guide you.  His goal is to harmonize with gravity so that you don’t need to use any force or resistance when you fight.   Similar to IMA ideals, he feels that if you put a bunch of strength in your torso and shoulders you are telegraphing too much and taking too long.  He wants to hook into the power of gravity and somehow use his feet  in coordination with his hands.  The result is a series of very swift strikes, with very little notice that it’s coming.  He’s very into the idea that dropping one’s weight internally can provide you with a lot of power.  And I enjoyed some really powerful strikes to the body that had all the tell tale knock your wind out, tingly, feeling of a good Beng Quan.  Nice. [...]

Thema: Artikel englisch | Comments Off | Autor: Torsten