Beiträge vom Januar, 2009

e-Book Rezension

Sonntag, 18. Januar 2009 15:07

Rezension „ Torsten Kanzmeiers Inneres Boxen“

Nachdem ich die Chance hatte mich mit Torsten zu treffen und er mir persönlich die Grundlagen des Inneren Boxens erläutert hat, war ich schon gespannt auf die erweiterte und deutsche Fassung seines ersten E-Books.

Da mir seine live Demo gut gefallen hat, wollte ich noch mehr über die Hintergründe und Theorien dieser Kampfkunst erfahren und ich wurde nicht enttäuscht, alleine der Umfang des neuen Buchs war um ein vielfaches größer als die erste Version.

Auf knapp 200 Seiten erklärt Torsten die Ideen und Prinzipien seiner außergewöhnlichen Kampfkunst. Vieles von dem was man über das Innere Boxen sieht, erscheint auf den ersten Blick gestellt und unglaubwürdig, weil das „Opfer“ keinerlei Widerstand leistet.

Ich hatte keine Zweifel an der Wirksamkeit des Inneren Boxens, weil ich seine Wirkung ja schon erfahren konnte, aber genau hier setzt das Buch an und schließt die Lücke zwischen der offensichtlichen Wirkung und der unsichtbaren Ursache.

Torsten beschreibt die Theorie und Funktionsweise seiner Kampfkunst und erklärt auf eine pragmatische Art und Weise, wie scheinbar unsichtbare Energien wirken und warum das alles nichts mit Esoterik, dafür aber sehr viel mit Physiologie und Anatomie zu tun hat.

Weiterhin beschreibt er grundlegende Trainingsmethoden die den praktischen Einstieg in die Materie erleichtern und bietet somit dem interessierten Leser die Möglichkeit erste Erfahrungen mit seinem System zu sammeln.

Für mich selber waren gerade die Visualisierungen und Übungen für das Schlagtraining sehr interessant und ich konnte einen großen Unterschied in der Durchschlagskraft meiner Schläge, gerade in der Nahen Distanz beobachten. Auch die Übungen zur Schrittarbeit, konnte ich relativ gut integrieren, wobei gut ein relativer Begriff ist und ich wirklich gespannt darauf bin, wie groß die Veränderungen sind, wenn ich intensiver mit Torsten gearbeitet habe.

Eine Sache ist mir beim Lesen sofort aufgefallen, dieses Buch ist keine schnelle Lektüre, es ist wirklich wichtig das man sich die Zeit nimmt und gewissenhaft liest, um die wirkliche Bedeutung, auch scheinbar nebensächlicher Wörter, zu verstehen.

Inneres Boxen ist bestimmt keine einfache Kampfkunst, die man in drei Lektion lernt, aber es ist eine Kampfkunst die sich mit Dingen beschäftigt, von denen die wenigsten Menschen wahrscheinlich wissen, das es sie überhaupt gibt.

Dieses Buch ist ein guter Anfang, für alle Menschen die sich für neue Wege in den Kampfkünsten interessieren und offen sind, alte Denkmuster zu überwinden.

Keine einfache Lektüre, aber wer sich die Zeit und Achtsamkeit nimmt, wird mit fantastischen neuen Ideen belohnt.

Björn Friedrich, Obertshausen 18.01.09
www.Fighter-Fitness.com

Thema: Allgemein | Comments Off | Autor: TK

Der Lucky Punch

Donnerstag, 15. Januar 2009 23:59

Über den „Lucky Punch“ und ob er erlernbar ist
Falls du jemals einen echten „Lucky Punch” in einem Box- oder
Thaiboxing- oder Kickboxkampf beobachtet hast, wirst du Folgendes
bemerkt haben:
• Es war keine oder wenig Absicht hinter dem Schlag.
• Der Gegner reagierte nicht, bevor der Schlag ihn traf.
• Deshalb gab es keinen Verteidigungsreflex.
• Die Bewegung sah nicht besonders hart oder schnell aus, eher
• langsam und unerwartet. Fast wie ein „Unfall”.
• Die Person wurde k.o. geschlagen, ohne dass es jemand erwartet
hätte.
• Der Knockout war tiefer und umfassender als ein normaler
Knockout.
Durch die Prinzipien des Lei Gong Nei Quan ist es möglich den „Lucky
Punch“ systematisch zu erlernen und „bewusst“ zu schlagen.
Boxer sagen, wenn sie jemanden K.O. schlagen wollen, kann man das
nicht erzwingen. Der K.O. „geschieht“ einfach, wenn man es will klappt es
nicht. Diese Meinung ist sehr weit verbreitet.
Aber warum ist das so?!
Nachdem wir nun sehr tief in die Materie des Lei Gong Nei Quan
eingetaucht sind, ist es sehr gut zu verstehen, warum es so ist.
Wir haben erkannt, wenn man etwas will, hat man dem anderen schon ein
Signal gesendet (siehe Kapitel: die unbewusste Anpassung) und er reagiert
dagegen. Dies alles läuft so schnell und unbewusst ab, dass das Denken
darauf keinen Einfluss hat.

Dieses „Wollen“ ist also das „Erzwingen“, das Signal was einen Lucky
Punch zur Ausnahme macht. Dieses Signal darf also nicht nur nicht
gesendet werden, sondern es darf gar nicht erst entstehen.
Wie entsteht das Signal!? Durch den Willen! Wille ist Druck und unnötige
Muskelanspannung. Dieses ist für den anderen sofort ersichtlich und er
bekommt dadurch die Möglichkeit zu reagieren, abzuwehren oder
auszuweichen. Selbst bei einem Treffer ist der Körper unterbewusst darauf
vorbereitet und die Wirkung wird gemindert.
Durch den absichtslosen Lei Gong Nei Quan Schlag fehlt nicht nur das
Senden, sondern auch das was gesendet werden sollte. Und der Schlag
geht ohne unterbewusste Gegenwehr ins Ziel. Zum einen ist die Wirkung
eines solchen Treffers tiefer und effektiver, da nicht nur die muskuläre
Gegenwehr fehlt, sondern auch die Art des Schlages ist ungebremst.
Diese Art des Schlagens ist absichtslos, ungezwungen aber bewusst
geschehen. Er geschieht einfach!

Thema: Allgemein | Comments Off | Autor: TK